Selbsttherapie - (Aus)Zeit und Raum für mich


Ein in unserem Gesundheitssystem und unserer Gesellschaft immer noch umstrittenes Thema ist die Idee der Selbsttherapie. Dass ein Mensch heute noch physisch, mental und psychisch stark genug sein könnte, eigenständig mit Emotionen, Schmerz und körperlichen Herausforderungen umzugehen, scheint für die meisten von uns nur noch schwer vorstellbar. Dabei ist schon lange erwiesen, dass es gar nicht anders geht...

 

Ich habe mal gelernt, dass Ärzte dafür da sind, uns am Leben zu halten; heilen müssen wir selbst! Selbstheilungskräfte stecken in jedem von uns und diese sind Willens tagtäglich ihr bestes für uns zu geben um uns handlungsfähig aber vor allem lebensbejahend, kraftvoll und zufrieden zu halten.

Wo Kräfte walten, entstehen aber auch Spannungen; Liebe kann weh tun. Wenn ich nur lange genug vor mir selbst davon laufen musste und mich im Leben ordentlich "verbogen" hab, können Emotionen und (sinnvolle) Kräfte zur Belastung werden, können Belastungen zu Schmerzen werden, können Schmerzen Krankheit hervorbringen, vor allem wenn ich noch nicht gelernt habe "auszugleichen".

 


Die Zeit heilt alle Wunden

Meiner Meinung nach liegt die beste Hilfe, die es gibt, tatsächlich in der "Natur der Dinge", in einer richtiggehenden Wertschätzung, einer gesunden Wahrnehmung und im Vertrauen. Damit Situationen wieder eigenverantwortlich eingeordnet werden können, braucht es Raum und Zeit dafür...

 

"Mens sana in corpore sano"... wenn wir durch ein gutes Zeitmanagement wieder Räume schaffen für Gefühle, Belastungen und Unstimmigkeiten, die uns bewegen, wir wieder einen besseren Bezug und die Nähe zur eigenen Natur finden, muss es nicht zu Krankheit kommen; dann können wir den Prozess umkehren, Entscheidungen wieder eigenständig treffen und Vertrauen und Halt in uns selbst finden.

 

„Und solang du dies nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde.“

J. W. von Goethe