Der Fels in der Brandung

Quelle pixabay.de
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Der Fels in der Brandung - kaum ein anderes Sinnbild ist über die Jahre so verehrt und mit positiven Assoziationen verknüpft worden wie dieses. Beständigkeit ist der Hintergrund und Stabilität und Stärke sind die Eigenschaften, die viele von uns damit überein bringen. In unternehmerischen Kontexten steht der Fels in der Brandung zudem für Erfolg und in gesundheitlichen Bereichen für Langlebigkeit und Vorbildcharakter in Sachen gesund werden und gesund bleiben.

Was aber, wenn der Fels in der Brandung keineswegs erstrebenswert ist und all die positiven Verknüpfungen vielleicht deshalb so vehement sind, weil hinter den Kulissen ein Fels einfach nur starr, rigide und tot ist und in leere Gefäße kann man bekanntlich viel hinein interpretieren...?!
Nach vielen Jahren der Beobachtung und Beschäftigung mit diesem Phänomen ist das einzige, was mir wiederkehrend aufgefallen ist, dass starre Strukturen uns vielleicht Stabilität vermitteln, sie uns hintenrum jedoch krank machen; das gilt für jede Form von Beziehung, ob zwischenmenschlich, unternehmerisch oder sonst wie geartet. Starrheit macht uns nicht nur schleichend unbeweglich sondern langfristig krank.
Jetzt wäre es nicht die Lösung nur noch spontan und unbeständig zu leben, aber Einstellungen ab und zu zu hinterfragen und Verhaltensweisen auch mal zu ändern, bringt womöglich genau das Maß an Licht ins Dunkel, was wir brauchen um ein gesundes Leben nicht mehr fest definieren zu müssen, sondern es tatsächlich leben zu können.

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