Erfolg

Quelle Pixabay.de
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Der Begriff "Erfolg" wird immer noch gleich gesetzt mit Freiheit und Unabhängigkeit. Er beschreibt finanzielle, soziale, kulturelle oder auch familiäre Freiheit und Autonomie. Wenn jemand Erfolg hat, bedeutet das, derjenige kann im Grunde tun und lassen, was er/sie will, ist "erwachsen" und nichts und niemand kann diese Person mehr ungewollt beeindrucken.

 

Ist das wirklich Erfolg?

 

Ich definiere Erfolg mittlerweile etwas anders; für mich ist Erfolg nichts weiter als eine Konsequenz, eine Folge aus unserem Verhalten. Naturgesetze bestimmen nämlich am Ende über unseren Erfolg. Es gibt heute Techniken, die sich diese Naturgesetze zu Nutze machen und uns vermitteln können, wie wir in einzelnen Bereichen unseres Leben mehr Erfolg haben können.

 

Wie wichtig ist Erfolg?

 

Warum brauche ich diese Freiheit, diese Unabhängigkeit des Erfolgs? Ist Erfolg wirklich auch der Schlüssel zum Glück, zu Gesundheit, zu Verbundenheit oder Liebe? Ich denke, wer sich schon mal auf dem Weg von Ruhm und Erfolg bewegt hat, kann mir folgen, wenn ich sage, dass man Liebe immer noch nicht kaufen kann.

 

Und doch spreche ich mich nicht pauschal gegen Erfolg aus, denn wahrer Erfolg kann uns rausführen aus den Extremen unserer Kindheit. Folgen wir ständig erlernten Strukturen, die uns selbst völlig blockieren, wäre das eine Verschwendung unserer Ressourcen; folgen wir aber nur Strukturen, die einzig und alleine auf Freiheit und Unabhängigkeit aus sind, dann verlieren wir das Gefühl von Verbundenheit und den Segen einer intakten Familie.

 

Ganzheitlicher Erfolg ist nichts anderes als ein Sich-lösen von nicht mehr notwendigen Strukturen um in gesunder Verbindung zur Umwelt und im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten in Ruhe reifen und entdecken zu können.

 

Ein Beispiel: Ich selbst bin aufgewachsen mit dem Glauben, ich müsse andere mit durchs Leben tragen und Verantwortung für sie übernehmen.

Im Laufe der Jahre stellte ich dann fest, dass mich das überforderte, also suchte ich nach Hilfe in "erfolgreicheren Kreisen" und hatte auf einmal beruflich mehr Erfolg. Dafür verlor ich aber Freunde und Familie (die Wissenschaft hat ein eher kühles Herz).


Heute übernehme ich nicht mehr Verantwortung für andere, ich übernehme Verantwortung für mich. Für andere nehme ich mir lieber Zeit um herauszufinden, wie man gemeinsam mit Schwierigkeiten umgehen kann.

 

Wir können im Sinne von Auge um Auge die Dinge, die wir von klein auf an erlernt haben, eins zu eins so weiter geben - damit haben wir dann mehr bzw. weniger Erfolg und entsprechende Konsequenzen - oder wir fangen einfach an zu vertrauen, probieren uns aus, erkunden, erfahren und entdecken selbst, können auf einmal mit viel weniger viel mehr anfangen, schonen dadurch auch noch unsere Ressourcen UND verstehen, was eine gesunde Verbundenheit und Liebe ist. Auf diesem Weg bleiben wir wohlauf und entwickeln uns über alte Strukturen hinaus.


Zu viele Menschen betrachten heute nur noch das, was uns voneinander unterscheidet - ich schaue lieber auf das, was wir gemeinsam haben. Denn das ist am Ende das einzige, worüber wir uns verbunden fühlen können.

 

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