Unter Strom

Die gute Tasse Tee oder Kaffee, die uns schnell und einfach startklar, reizvoll und sexy macht?! - Quelle pixabay
Die gute Tasse Tee oder Kaffee, die uns schnell und einfach startklar, reizvoll und sexy macht?! - Quelle pixabay

Strom, Elektrizität, das ist doch eine ganz wundervolle Entdeckung. Mit Strom kommt Licht in unsere Häuser, in Teilen kann er sogar unsere Wohnräume erwärmen und das Wasser, mit dem wir uns waschen; mal ganz davon abgesehen, dass uns digitale Erfindungen das Leben nicht nur ein Stück leichter machen können, sie sorgen auch für Unterhaltung und oberflächliche Freuden.

Irgendwann dachten sich ein paar schlaue Köpfe, dass Strom doch auch ganz wunderbar wäre zur Zubereitung von Speisen, Getränken und noch für ganz andere Dinge.

Wie gesund ist es jedoch, wenn wir "unter Strom" stehen?
Vielleicht war an dieser Stelle das Gutgemeinte nicht so gut, wie wir gemeinhin glauben möchten...

Wir leben in einer Zeit und einer Welt, in der der erfolgreiche Mensch mit Ende zwanzig bitte ein abgeschlossenes Studium, zehn Jahre Berufserfahrung, ein Haus mit Garten, zwei Kinder, eine Katze und einen Hund, einen Haufen Freunde und eine funktionierende Ehe hat und führt - mal ganz abgesehen von äußerer Attraktivität und einem gleichzeitig völlig unsexuellen aber guten Verhältnis zu den Eltern und Verwandten. Da wird mir ja schon beim schreiben schwindelig, selbst wenn ich dem ganzen noch zehn Jahre mehr gebe. Wie soll man das bitte schaffen ohne unter Strom zu stehen und ständig "reizvoll" zu sein? 

Meine Frau und ich verfolgen jetzt schon seit einiger Zeit eine Theorie, die sich zu Beginn merkwürdig anhört, aber jeder soll sich selbst ein Bild davon machen:

Wir nutzen Strom, wie jeder andere auch, im Außen, also als Lichtquelle oder für Apparaturen und auch zum heizen. Wir konsumieren aber nichts mehr, was durch Strom erhitzt oder gekühlt ist; in solchen Fällen lassen wir die Speisen und Getränke sich auf Zimmertemperatur herab oder herauf verändern. Wir sind der Meinung, dass Strom nicht in den Menschen hinein gehört, denn wenn wir unter Strom stehen, tun wir Dinge leichter, die andere von uns erwarten, wir vergessen aber die Dinge, die wir für uns benötigen.

Ich habe bisher noch keine Studie dazu gefunden, wie gut oder schlecht Strom für den Menschen im Inneren ist - mal abgesehen vom elektrischen Schlag oder dem Blitzschlag - es gibt meines Wissens nach nicht eine Studie, die mal erforscht hat, wie die zunehmende Rate an Krebserkrankungen in der Gesellschaft in Zusammenhang steht mit dem Konsum von Strom?!

Wir kochen seit geraumer Zeit nur noch mit Holz und Gas und das faszinierende ist:

  1. Unser Konsumverhalten insgesamt hat sich prägnant verändert - wir konsumieren bewusster mit mehr Qualität aber nicht mehr so viel Quantität und leben insgesamt ausgewogener.
  2. Wir geben gegenseitig und jeder für sich mehr Acht auf uns.
  3. Unser Sexualleben ist weniger aggressiv und häufig, dafür aber liebevoller und andauernder.
  4. Unsere Wahrnehmung und Kraft um Dinge durchzustehen haben sich deutlich verbessert.


Diese Liste könnte ich noch weiterführen, aber die Quintessenz ist und bleibt: unsere Lebensqualität, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit haben sich signifikant verbessert.

Natürlich leben wir auch sonst ein bisschen anders als andere und dieses Stromthema ist ja nur ein Baustein von dreien oder vieren, die unser Leben deutlicher beeinflussen, aber wer mag, lässt die Idee mal sacken, probiert es vielleicht selber aus und entdeckt selbst Veränderungen in und mit sich; entdeckt vielleicht wie wir, dass auf einmal der Körper anfängt zu zittern und zu zucken im Versuch sich von unnötigen Scham- und Schuldgefühlen frei zu machen, dass die Wahrnehmung sich verändert oder dass die Verdauung auf einmal anders wird. Autoregulative Mechanismen können uns manchmal stutzig machen oder sogar soweit verunsichern, dass wir Angst bekommen, weil wir nicht verstehen... wenn wir uns mehr darauf einlassen, verändert sich aber vielleicht auch mal was, wovon die Menschheit bisher der festen Überzeugung war, dass es unveränderlich sei.

 

"Attraktivität bewegt, ist aber vergänglich - Schönheit beruhigt und ist zeitlos."

 

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