Blogger

Quelle pixabay.de
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Früher bedeutete Geschichten zu erzählen einen Hauch von Wahrheit mit unterhaltsamen und gefühlvollen Phantasien zu schmücken.

Heute gibt es Blogger, an jeder Ecke - und man sieht es auch an meinen Texten: die Rechtschreibung, die grammatikalische Ebene und die Zeichensetzung lassen immer mehr zu wünschen übrig... mal ganz zu schweigen vom Gehalt.

Wie kommt das?
Unsere Kinder sind zur genüge mit Geschichten aufgewachsen; Fernsehen, jeden Abend ein Buch, aber keine ehrlichen Worte der Eltern und Mitmenschen, wie es wirklich in jedem Einzelnen aussieht, da man Kinder ja vor der Realität beschützen muss - das war schon in meiner Kindheit so.

Aus solchem Verhalten heraus entstehen Wesen, die nach Aufrichtigkeit und Wahrheit gieren müssen. Zur gleichen Zeit gieren sie aber auch nach Macht und Machtmitteln, um auch die Geschichten der Eltern aufrecht und in Ehren halten zu können. Unsere Kinder werden zu emotionalen Versorgern ihrer Eltern und Bezugspersonen - uneigenständig, unklar und unerbittlich.

Erfolgreich bloggen heißt heute entweder sich völlig auszubrennen und am laufenden Band "Wahrheiten" und Worte mit Gehalt und Machtpotenzial zu produzieren oder aber man zahlt dafür. Man zahlt für Klicks und damit die Quoten stimmen um zumindest durch Masse zu bestechen. Die wenigsten haben jedoch das Glück der Segnungen eines berühmten Fürsprechers, der auf sie aufmerksam geworden ist und sie aus echtem Interesse heraus empfohlen hat.

Es gibt ein Zitat - ich weiß nicht mehr von wem - das in etwa besagt: Wer mehr als 3 Sätze braucht um eine Sache zu erklären, hat diese selbst noch nicht verstanden.

Das ist der Grund, warum ich gerne im Blog schreibe; ich mag Smalltalk nicht wirklich, ich bin kein guter Autor im klassischen und grammatikalischen Sinne und zum Glück muss ich hiermit auch nicht zwingend mein Geld verdienen. Ich schreibe so wie ich es mag und dann wann ich es einrichten kann.

Da ich ein projektbezogenes Leben führe, sind diese Texte für mich auch ein Ventil in den Pausen zwischen den Aufträgen und eine Möglichkeit "am Ball" zu bleiben.

Ich teile auf diese Weise gerne meine Gefühle, meine Gesinnung, meine Ansichten mit jedem, der es liest; primär um den Druck, unter dem wir alle stehen, möglichst so zu teilen, dass sich niemand missbraucht sondern im besten Fall verstanden fühlen darf.

Wie auch immer, der Hund muss jetzt raus und ich denke meine Frau hat recht, wenn sie sagt, dass ein Post wie "Winterspeck is coming" mehr Likes erzielen würde, aber ich bleibe lieber bei dieser Variante.

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