Der Beruf des Coaches

 

Wer hört eigentlich den Zuhörern zu? Wer trainiert die Trainer? Wer unterrichtet die Unterrichtenden? Wer unterstützt Geschäftsführer in der Führung? Wer sorgt beim Erwachsenen für die richtige Weiterbildung?

 

Am Ende dieser Fragen stehen teils Professoren an Universitäten oder Dozenten in der Erwachsenenbildung, aber im Privatleben und der freien Wirtschaft sind es vor allem Trainer und Coaches, die sich bemühen angemessene Wege aber auch Grenzen aufzuzeigen.

 

Fast jeder kennt diesen Begriff, der sich vom englischen Wort des "Kutschers" ableitet, aber nur wenige können sagen, was ein solcher eigentlich tut.

 

In der Kürze zusammengefasst würde ich behaupten, dass Coaches Reiseführer und Aufbauhelfer sind.

 

Ein Coach ist so etwas wie ein Guide, der andere erfolgreich durch die Höhen und Tiefen des (Berufs-)Lebens führen kann. Keine ganz leichte Aufgabe, da besonders das, was am Grund der Tiefen ist - nämlich Grundlegendes - nicht immer leicht zugänglich ist, sich Veränderungen nur all zu gerne entzieht und rechtlich auch nicht in das Aufgabenfeld eines Coaches zählt, sondern ausschließlich den therapeutischen Berufen vorenthalten bleibt.


Was kann und darf ein Coach dann aber noch tun?

Ein Coach begleitet einfach gut durch das bereits Bekannte, gibt hier und da Gedankenanstöße um neue Blickwinkel zu ermöglichen und hilft die bereits bestehenden Fähigkeiten gewinnbringend zu nutzen. Die Kräfte, die dabei entstehen und frei werden, stehen dem Klienten dann frei zur Verfügung und es liegt bei ihm oder ihr, ob diese gewinnbringend im Außen oder zur Überwindung eigener Hürden eingesetzt werden.


Sport, Gesundheit, Lifestyle, Führungskräfte-, Zeit- oder Changemanagement und viele Begriffe mehr beschreiben heute die Felder, in denen ein Coach arbeiten und sich entfalten kann. Sich gewinnbringend in ein System einfügen ist dabei die Hauptaufgabe eines Coaches, denn keiner bezahlt für etwas, was keinen Nutzen hat. Daher müssen Coaches auf ihrem Gebiet nicht nur gut informiert sondern auch erfahren, effizient und zeitgemäß vorgehen können, denn die Erfahrungswerte und das entsprechende Wissen sind es, was am Ende im besten Fall honoriert wird.


Ein professioneller Coach arbeitet stets diskret und verpflichtet sich zu Verschwiegenheit. Er achtet und schützt die Privatsphäre seiner Klienten.


Im Gegensatz zu Therapien gibt es für den Coach in seiner Arbeit keine bewertenden Maßstäbe zur Einordnung; ein Klient ist weder gut noch böse, krank oder gesund, grundsätzlich arm oder reich. Der Klient ist in erster Linie Mensch und Menschen haben Bedürfnisse. Ein guter Coach vermittelt also zwischen den Bedürfnissen des Klienten und den zur Verfügung stehenden Mitteln und der freie Wille entscheidet über den Einsatzbereich.

 

Dass auf den Wegen, die man gemeinsam mit einem Coach beschreitet, primäre Ziele auch mal in den Hintergrund rutschen können, weil sich zusammen mit wachsender Erkenntnis neue Blickwinkel und Einsatzgebiete ergeben, ist nicht selten, aber keine Notwendigkeit. Der Klient bleibt immer eigenverantwortlich, eigenständig und Veränderungen erfolgen ausschließlich freiwillig.


Schattenseiten des Berufes:

Bis hierhin kann man sich das Potenzial aber auch die Verlockungen eines gutes Coachings langsam vorstellen; leider treffen die wenigsten, sind sie erstmal wirklich bei Kräften und haben Macht, auch kluge Entscheidungen wie damit umgegangen wird. Ich würde von mir behaupten wollen ein guter Coach zu sein, musste aber aus genau diesen Gründen meine Unterstützung an vielen Stellen nach gewisser Zeit wieder einstellen, was nicht gerade eine gute Reputation zur Folge hat, wenn man Bedenken offen anspricht. Die Entscheidung, wie jeder mit seinen Ressourcen umgeht, nehme ich nicht ab - aber ob man moralisch und ethisch mit den möglichen Folgen dieses Berufes umgehen kann und wie man damit umgeht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Sie möchten mehr über die Arbeit eines Coaches erfahren? Kommen Sie gerne auf mich zu!

 

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