Hipster - die Copy & Paste-Generation

Quelle pixabay.de
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Früher beim Skaten haben wir "Poser" gesagt;

Jungs und Mädels, die nur etwas darstellen und denen es bei allen Aktivitäten nur um das Herausfiltern eines Nutzens geht.

 

"Komm ich mit meinem Äußeren gut an?"

"Wie beliebt bin ich?"

"Was springt dabei für mich raus?"

 

Alles wird aufgesogen, einzig um einen Nutzen daraus zu machen. Es geht nicht mehr um die reine Freude am Tun, am Entdecken.

Es geht um Copy & Paste - aufnehmen und in irgendeiner Form anwenden.

 

Ich hab solche Menschen immer als "nicht echt" bezeichnet - "die sind nicht real", haben wir gesagt.

 

Heute würde ich sagen, es sind einfach Kinder des Computerzeitalters, die sich ihre Vorbilder am Fernseher oder PC gesucht haben, weil Erziehung nicht vorhanden war. Man wird wohl einfach so, wenn sich niemand wirklich Zeit für einen nimmt; keiner da ist, an dem man sich ein wertvolles Beispiel nehmen kann oder der auch mal gesunde Grenzen aufzeigt.

 

Ohne Erziehung, ohne Konflikte und zwischenmenschliche Reibungspunkte, muss der Mensch auch nicht kreativ sein - man stumpft dann wohl ab, wenn die Auseinandersetzung mit echten Emotionen und Schwierigkeiten, die das Leben nun mal mit sich bringt, fehlt und nur das "Schauspiel", die Vorstellung alleine von Bedeutung ist. Eine Verarmung auf emotionaler Ebene.

 

Wenn schließlich alles durchdacht ist und man sich mit Sicherheiten selbst blockiert hat, was bleibt dann noch an Persönlichkeit? Wenn man nur noch darauf gepolt ist, das Spiel aufrecht zu erhalten, wo bleibt dann das Menschliche in einem Menschen, der nur gemocht wird, weil er funktioniert, aber nicht um seiner Selbst Willen? - "Sei lieb!", sagen viele Eltern. Ich sage: "Entdecke dich selbst!"

 

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