Der "duale Charakter" als Vorbild für das Computerzeitalter?

Menschen, die sich wie Maschinen benehmen, brauchen keinen Rechner mehr - sie funktionieren, das reicht! Aber woher kommt dieses Denken und diese Theorie?

 

Zwei in ihrer Art extrem starre und sich ergänzende Eltern lassen wenig Raum für ein Kind. Kinder, die aus einer so engen Nische stammen, entwickeln sich womöglich leicht zu Menschen, die für die eigenen Bedürfnisse keinen Raum mehr sehen und die Welt nur noch "dual" erleben.

 

Für sie geht es nur noch, zum Beispiel, um Beruf und Familie; die Bedürfnisse dieser beiden Instanzen stehen dann unbedingt im Vordergrund. Was sie selbst brauchen, wird aus der Enge heraus jedoch nicht mehr erkannt, bzw. wahrgenommen.

 

Solche Menschen bezeichnet man von außen auch gerne als selbstlos und darüber identifizieren sie sich dann auch liebend gern... lieber zumindest als sich aus der Enge des eigenen, unbewussten Gefängnisses wieder heraus zu arbeiten.

 

Tatsächlich ist diese Form der Selbstlosigkeit jedoch ein Missverständnis des Begriffs und keineswegs empfehlenswert. Autoimmunkrankheiten, Krebs und andere Möglichkeiten, wie sich Dinge einen Weg bahnen können, gehören heute zu unserer Gesellschaft schon fast so selbstverständlich dazu, wie die tägliche Butter auf's Brot (ist das überhaupt gesund Butter auf Brot zu schmieren?).

 

Einsen und Nullen - das ist es, woraus die digitale Welt besteht. Alles andere wird als "Schöpfer" bezeichnet. Nun gut, kommen wir zu den Schöpfern und deren Prinzip von Ursache und Wirkung:

 

Unsere Eltern und Großeltern entstammen dem sogenannten Industriezeitalter. Maschinen funktionieren mechanisch, d.h. mehrere Komponente bilden ein ganzes, dass sich durch äußere Kraft antreiben lässt. Ihr Leben war entsprechend geprägt von Begriffen wie Zusammenhalt, Aufgabe, Antrieb oder Kraft - Individualität oder persönlicher Ausdruck/Wachstum waren wenig gesellschaftsfähig und gefragt.

 

Naja, ich will den Text nicht ins Endlose ziehen und komme lieber auf den Punkt:

 

Es geht immer um Orientierung und wie diese funktioniert.

 

Der Mensch orientiert sich in erster Instanz, also als heranwachsendes, junges Wesen immer zuerst an dem, was ihn/sie am Meisten umgibt. Das Vertrauen in die eigene Natur, also die Natur der Dinge steht noch zu wenig auf "eigenen Beinen" und muss durch Erfahrungen und Prozesse erst erworben und weiterentwickelt werden. Biomechanik ist etwas völlig anderes als Mechanik oder digitale Welten veranschaulichen könnten; es sind Prozesse, die man durch Erfahrungen und Bewegung fühlen und entdecken muss. Das sind Aufgaben und Prozesse, die jede Generation neu für sich durchläuft.

 

Orientieren sich unsere Kinder an Maschinen mit Motoren aus Zahnrädern und Wellen oder Bildschirmen, die auf der Basis von Einsen und Nullen funktionieren, wird es viel schwieriger ein Vertrauen in die Natur der Dinge aufzubauen, als wenn wir einfach mal mit Ihnen gemeinsam eine Stunde im "Dreck" verbringen und Ihnen zeigen, was man damit anfangen kann.

 

Es ging immer nur um Orientierung - naturnah und ursprünglich oder verändert und angepasst...?!

 

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