Mann und Frau

Quelle: pixabay.com
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Jungs, die Frauen sind enttäuscht von uns. Wir sind wenigstens die letzten 100 Jahre unserer Aufgabe nicht gut nachgekommen.

Mädels, wir sind aber auch enttäuscht von euch. Denn ihr hattet im Verhältnis zu der gestellten Aufgabe, mit all den neuen Entdeckungen der Menschheit einen sinnvollen Umgang zu finden, auch wenig Geduld mit uns.

 

Ein kurzer Exkurs, was dabei rauskommt, wenn das eine Geschlecht vom anderen enttäuscht wird - jeder versucht alles zu sein!

 

Zur Zeit versuchen Männer aus sich Frauen zu machen und Frauen aus sich Männer. Wir Jungs versuchen noch mehr durchzuhalten und mitzumachen, geduldig zu sein, uns um die Kinder zu kümmern und irgendwo ganz am Ende, wenn es drauf ankommt auch noch "den Mann zu stehen". Ihr Frauen versucht den Kindern Vorbilder zu sein, erfolgreich im Beruf, alles zu verstehen und sexy oben drein. Hinzu kommt noch die zunehmende Polygamie, Bisexualität, Homosexualität, Multisexualität (?!) und das kann wahrscheinlich ins Unendliche führen...

 

Aber am Ende ist die Biologie schwer aus unseren Körpern raus zu bekommen und alleine die Hormone sorgen doch irgendwie dafür, dass die Qualitäten des Mannes eher durchdringender und die der Frau eher bewahrender Natur sind. Wir Männer sind eher leistungsorientiert und visionär, wo Frauen im klassischen Sinne einfach mehr Durchhaltevermögen und Erdung mitbringen.

 

Zurück zur Aufgabe der vergangenen Jahrzehnte (Jahrhunderte?) - entdeckt der Mensch Neues, muss er lernen damit umzugehen. Nicht immer ist es da die Not, die erfinderisch macht; manchmal war es vielleicht auch einfach nur die Langeweile, die zur Neugierde führte, die wiederum Entdeckungen zuließ, mit denen man einfach nicht gerechnet hat und die es auf einmal zu bewältigen galt.

 

Wir machen und tun heutzutage mit Energien und Kräften umher, die unser Leben stark beeinflussen können und sind uns dessen in den meisten Fällen gar nicht bewusst. Als wir anfingen, tiefer in die Erde einzudringen und höher in den Himmel hinaus zu wollen, haben wir Dinge ins uns selbst freigesetzt, die Potenzial haben, ganz klar; diese Dinge gilt es aber auch zu meistern und da haben wir Jungs in erster Instanz deutlich versagt. Verehrte Damen, eure Enttäuschung, die bis heute anhält, ist verständlich.

 

Dummerweise gehen wir bei der Gleichung aber immer noch davon aus, dass entweder das eine oder das andere Geschlecht, das vermeidlich "starke" sei und schieben so kurzer und damit leichter Hand dem jeweils anderen das Versagen nur all zu gerne in die Schuhe.

 

Ich hab die vergangenen 10 Jahre, nach der Trennung von der Mutter meines Sohnes, die ich sehr geliebt habe, versucht meiner "Schuld" beizukommen. Ich hab mich den Aufgaben gestellt, die Unterschiede zwischen den Energien und körperlichen Zuständen zu verstehen und ja, ich hab mich dabei auch zunächst an Laotse, Richard David Precht, aber auch an bekannten Frauen aus Medizin und Geschichte versucht zu orientieren. Ich hab meine "weibliche Seite" erkundet, Erfolg gehabt und auf Geld geschi...

 

In den letzten zwei Jahren bin ich so stark in mich gekehrt, dass ich im Privaten kein intaktes Sozial-, Sexual- oder sonstwie Leben hatte. Aber ich hab die Antworten für mich gefunden, die wichtig waren und dafür danke ich den enttäuschten Frauen.

 

Nun spreche ich aber auch für die Männer, die sich jeden Tag um ihre Damen bemühen: denn es ist auch an euch Frauen, die Zeichen wieder deuten zu lernen. Ihr konntet mal so gut zwischen den Zeilen lesen, was ist damit passiert? Heute interpretiert und wertet ihr nur noch, statt zuzuhören, was wir Männer euch ganz ohne Worte versuchen zu vermitteln (ja, auch wir haben auf der Ebene was zu sagen). Ihr wollt mehr und mehr Informationen, Sicherheiten und Beständigkeiten, aber wollt ihr das wirklich oder habt ihr in Wahrheit einfach nur das Vertrauen und eure eigenen Fähigkeiten verloren, weil wir Männer unserer Aufgabe nicht gerecht wurden und euch keine guten "Versorger" und Vorbilder waren in den Wirren so vieler neuer Möglichkeiten?

 

Liebe Frauen, manche Dinge kann man nicht aussprechen, man muss sie entdecken und ausprobieren, stolpern, scheitern und irgendwann herausfinden, wie es funktioniert.

 

Wisst ihr was? Männer wie Frauen, wir sitzen alle in einem Boot und tatsächlich ist alles, was passiert ist ok. Die Trennungen, der Schmerz, die Wirrungen... haltet bitte nur nicht Zeitlebens daran fest, sondern lernt es zu verkraften.

 

Dinge passieren, die nicht schön sind. Ich vermisse meinen Sohn jeden Tag, ich vermisse oft Leichtigkeit. Ich vermisse "die guten alten Zeiten", eben so wie ihr, aber Nachtrauern ist keine Lösung. Männer! Kommen wir endlich unserer Aufgabe nach! ...und Frauen! Zeigt wieder Stärke und Vertrauen - wir werden uns gegenseitig brauchen.

  

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