Atomkraft, nein Danke!

Ein Thema, welches mir aktuell mehr als nur Bauchschmerzen bereitet, ist die Atomenergie und ihre Folgen.

 

Ich möchte jetzt nicht noch eine Stimme sein, die Angst und Schrecken verbreitet oder sich besserwisserisch über das Thema auslässt; ich stelle nur Folgendes in den Raum:

 

Nur mal angenommen, wir schaffen den Ausstieg aus der Atomenergie und andere Länder folgen unserem Beispiel - nur mal angenommen, dass klappt soweit alles ohne weitere Vorkommnisse, wie Tschernobyl, Fukushima oder ähnliche und wir gehen komplett auf erneuerbare Energien...

 

Was passiert dann mit dem bereits jetzt angefallenen Müll?

 

Gestern in einem Fernsehbericht hieß es, es gäbe Behältnisse, in denen der Atommüll sicher in "Endlagern" [?] bis zu 1000 Jahre aufbewahrt werden könnte...

 

Ja, wie praktisch. In 1000 Jahren ist vermutlich keiner von den jetzt Anwesenden mehr da, aber was, wenn oh Wunder die Erde dann noch existiert und es noch Leben auf ihr gibt? Was passiert dann oder wenn in 500 Jahren die Dinger, wie das ja so gerne mal der Fall ist, in Vergessenheit geraten sind und irgendjemand entdeckt sie wieder und weiß nicht so recht damit was anzufangen?

 

Fakt ist, derzeit produziert der Durchschnittsmensch zeitlebens, wenn ich das recht erinnere, immer noch ca. 1 Tonne radioaktiven Atommüll. Im günstigsten Fall und mit "menschenfreien Zonen", ließe sich diese Verseuchung an frischer Luft in etwa 50 Jahren soweit abbauen, dass wieder ein Leben an der Oberfläche dieser Regionen möglich wäre... wir reden hier aber gerade nur über die Hinterlassenschaften eines einzelnen Menschen.

 

Gut, vielleicht hilft die Raumfahrt auch noch ein wenig, und wir schicken einfach einen Teil des ganzen mit einem Raumschiff auf einen nahe gelegenen Planeten und holen mit einem anderen Raumschiff neue Mineralstoffe von einem anderen Planeten im Gegenzug zurück auf die Erde - wäre für mich momentan noch die sinnigste Lösung, aber der Kostenaufwand wäre so immens und damit sind die zig Millionen Tonnen aber immer noch nicht weg.

 

Ich vermute, dass wir mit diesem Wissen und dieser enormen Last überhaupt noch halbwegs leben und unseren Alltag bestreiten können, liegt dann wohl tatsächlich an den vielfältigen Möglichkeiten sich abzulenken und zu betäuben; dumm nur, dass einige dieser Möglichkeiten sowohl im Betrieb als auch in der Herstellung wiederum neuer Atomenergie bedürfen.

 

Ich weiß, es ist viel verlangt, aber ich kann meinem Sohn nicht ruhigen Gewissens in die Augen sehen und so weiter machen und das Angebot entsteht ja nur aus der Nachfrage nach so einem immensen Energiebedarf, weil viele von uns vermutlich innerlich schon so aufgebraucht und alle sind, dass nur noch starke äußere Impulse sie bewegen können und damit schließe ich mich noch nicht mal aus.

 

Ich mache zur Zeit eine Elektrodiät - d.h. nur begrenzter Zugang zu und Einsatz von elektronisch betriebenen Apparaturen, wie zum Beispiel dem Rechner, an dem ich gerade diese Zeilen schreibe.

Das fällt mir beinahe so schwer, wie einst keine Schokolade mehr zu essen oder das Rauchen aufzugeben - unglaublich, aber wahr, wie abhängig ich von diesen Apparaturen bin.

 

Aber es geht. Man kann mit weniger Strom leben und sich umgewöhnen und das ist etwas, was wir alle wieder lernen können.

 

Einfach mal zum nachdenken...

 

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