Der Sinn des Lebens - Mensch in der Krise?

Worin besteht der Sinn und Zweck des Lebens? Merkwürdig eigentlich, dass sich das vor der Gattung Mensch vermutlich nie ein Lebewesen gefragt hat - dafür waren alle wohl zu beschäftigt mit der Aufgabe genau das einfach heraus zu finden, denn darum geht es doch am Ende, oder?!

 

Der Sinn, die Bestimmung, der Zweck des Menschen auf Erden ist der selbe, wie die Aufgabe aller Lebewesen, die sich vor uns entwickelten und noch nach uns kommen werden:

 

Wie finde ich mich in meine Umgebung ein und ergebe einen Wert im Gesamtgeschehen?

 

Die Gleichung ist dabei jedes mal die selbe: unter Nutzung meiner Umgebung (zur Verfügung stehende Mittel) entdeckt jede Gattung seinen Handlungsspielraum (Fähigkeiten) und erfährt so seine Möglichkeiten (Aufgaben).

 

Die Krux dabei: Die Gattung Mensch wie auch das Individuum selbst gehören ja mit in die Umgebung, also in die Mittel hinein und lassen sich wohl oder übel da nicht rausnehmen.

 

Missbrauche ich Mittel und Wege (Fähigkeiten) zu sehr, gehen die Möglichkeiten gen Null.

Damit dieses potenzielle Resultat hoffentlich nicht zu oft oder zu sehr eintrifft, hat der Mensch womöglich folgende Fähigkeiten in Kurzform mit auf den Weg bekommen:

  • Der freie Wille zum Über-das-Ziel-hinaus-schießen
  • Die eigenen Sinne um auch wahrnehmen zu können, wann eben dies geschieht

Beide sind für sich wichtig und je nach zur Verfügung stehenden, nutzbaren Mitteln ist mal das eine, mal das andere mehr gefragt (was vermuten Sie, was aktuell wohl gefragter ist?).

 

Wie man über das Ziel hinausschießt und was dabei von Nöten ist, muss an dieser Stelle wohl nicht näher erläutert werden, darum spekuliere ich im Folgenden mal über die Fähigkeiten, derer es im Grunde wohl bedarf, die Grenzen dafür besser wahrnehmen zu können.

  1. Mitgefühl - entsteht durch eine angemessene, emotionale Offenheit (Zu-/Abwendung),
  2. Anpassungsfähigkeit - erlange ich durch eine Veränderung der Rhythmik (Gas/Bremse, etc.),
  3. Vertrauen - erhalte ich schlicht und ergreifend durch einen ausgewogenen Lebensstil.

[Wer sich ein wenig mit Bewegung und/oder Körperarbeit beschäftigt, dem sei mal als Anreiz gegeben, dass es entsprechend zwischen den Dreien womöglich eine Vielzahl von Verknüpfungsmöglichkeiten gibt...!]

 

Das sind jetzt natürlich alles nur Spekulationen, aber der Löwe musste vielleicht auch erst mal herausfinden, dass er gut rohes Fleisch verträgt, sich in wärmeren Regionen besser aufgehoben fühlt und lieber viel ausruht um dann einmal knackig Gas geben zu können, bevor er sich gut in das Gleichgewicht der Serengeti und anderer beheimateter Regionen einfinden konnte.

 

Der Mensch ist da wohl eine etwas komplexer gestrickte Figur und anstatt nach Lösungen für Probleme in sich und mit der Umwelt zu suchen, beobachtet er lieber die Vögel und sagt: "Ja, super! Die Vögel können fliegen; wenn wir das auch können, dann entfliehen wir den Problemen ganz einfach", oder er beobachtet die Raubkatzen und sagt: "Jap! Fleisch fressen, viel schlafen und dann Beute erlegen, das klingt doch viel einfacher, als mich selbst kennen zu lernen."

 

Naja, wer weiß, wie es die Löwen am Anfang gemacht haben - vielleicht haben die zunächst auch Löcher in den Boden gegraben um es den Mäusen gleich zu machen, wer weiß; ich war nicht dabei.

 

Vielleicht braucht der Mensch aber auch einfach nur genügend "Mensch", um sich selbst erkennen zu können; in dem Fall wäre die gesamte Evolution ja so ganz gut gelaufen mit den zunehmenden Bevölkerungszahlen und der deutlicheren Nutzung der Ressourcen - wenn der Mensch etwas macht, dann scheinbar gründlich?!

 

Tja, dann schauen wir doch mal, wie der Mensch sich zukünftig, nach seiner evolutionären Kindergartenzeit und Pubertät, erwachsen in die Umgebung einfinden mag und hoffen auf das Beste.

 

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