Schmerz als Freund

Schmerz ist Ausdruck eines momentanen oder chronifizierten Nährstoffmangels - durch, auch zeitlich, übermäßige Anforderungen (Trauma) an ein autonomes Lebenssystem ist eine zeitnahe Befriedigung aufkommender Bedürfnisse nicht möglich und in der Folge entsteht Schmerz oder in der Weiterentwicklung Dissoziation zum Schutze der weiteren Handlungsfähigkeit.


In der Regeneration und Regulation ist eine Aufschlüsselung ursächlicher Faktoren nicht nur sinnvoll sondern gerade an schwerwiegenderen Stellen auch notwendig um wiederkehrende Traumatisierungen zu vermeiden.


Kann eine Unterversorgung auch mal sinnvoll sein?


Sie kann - bringe ich mein System in Bedrängnis oder Not, bzw. lasse es in eine solche Situation bringen, schaut es sich ab einem bestimmten Belastungspunkt im übrigen System nach Alternativen um und eröffnet womöglich bis dato ungenutzte Ressourcen oder verloren geglaubte Bereiche von Neuem. Dieser Schritt ist dann im ersten Moment unangenehm, kann sich nach einer Weile aber als Bereicherung und "Raumgewinn" herausstellen.


Es gibt dazu interessante Meinungen, die behaupten, dass es auf Grund der Dualität von Materie an einengbaren Stellen immer eine zweite Wahlmöglichkeit im Verhalten gebe; d.h. da, wo man mich bedrängen kann, kann ich auch immer ausweichen - ein Prinzip, welches z.B. im Taijiquan Anwendung findet.


Ein möglicher, abstrakt anmutender Umgang mit Schmerz:

 

Immer wieder an ruhigen und warmen Orten angemessen dosiert dem Schmerz Raum geben, ihn achtsam bewegen, lauschen um seine Herkünfte Stück für Stück zu verstehen und dadurch lernen mit ursächlichen Faktoren angemessener umzugehen bzw. ihnen aus dem Weg zu gehen, wo möglich.

 

von Christian Grotheer

 

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