Sonderblog: Allergien, Stillzeiten und die Unterschiede im Filtersystem

Ein Kind kann die schwerwiegenderen Dinge, die Extreme des Menschseins nicht verstehen; Verständnis ist eine Eigenschaft die sich mit der Zeit, der Erfahrung und adequatem Lebenswandel einstellen mag, jedoch nicht als kleines Kind...

 

Da die Natur selbst aber keine Fehler macht, hat sie zum Überleben und gesunden Heranwachsen von Kindern als erste Orientierung, als Struktur- und Schutzsystem die Muttermilch und den Akt des Stillens erfunden, damit die Zeit des Reifens und Wachsens leichter fällt.

 

Manchmal kommt es jedoch vor, dass Mütter sich im Vorwege überschätzen oder ihre Rolle zu gut meinen und dann kann ein Kind vielleicht nicht gestillt werden oder es bekommt diese Werte zu lange vermittelt.

 

Für ein gesundes, anfängliches Struktur- und Immunsystem geht man heute von einer optimalen Stillzeit zwischen 6 und 8 Monaten aus und weiteren, wenigen Monaten der "Abnabelung" und der Umstellung - aus solch einem (Familien-)system kann sich der Mensch später gut genug lösen und eigenständig werden, hat gleichzeitig bis dahin aber auch einen ausreichenden Schutz und eine notwendige Grundorientierung.

 

Studien zufolge sind Menschen, die länger gestillt werden, sozial "anpassungsfähiger"...

Ich möchte diesbezüglich hinterfragen: anpassungsfähig oder manipulierbar?

Starke und rigide Strukturen lassen einen Menschen sich bestimmt gut an entsprechend vorgelebte Schichten anpassen - tut diesem Menschen die entsprechende Schicht und dessen Verhalten aber auch gut?

Keine oder nur wenig Muttermilch macht die Kinder und Heranwachsenden hingegen extrem offen und "schutzlos" in der ersten Instanz; Neigungen zu Allergien, Überreaktionen auf vielerlei Ebenen, soziale Anpassungsschwierigkeiten und andere Erscheinungen sind nicht selten, fehlt es zudem an ausgleichenden und gesunden Impulsen und Refugien.

 

Jedem Menschen, jedem Kind tut ein klares, gesundes, sicheres und aufrichtiges Zuhause gut - ob nun gar nicht gestillt, optimal genährt oder überversorgt. Häufig fehlt es in unseren "modernen" Gesellschaften aber gerade an diesen Grundwerten, und Materialismus, Machtstrukturen und stark egoistische und extremistische Interessen erzeugen bei 'unausgewogen in die Welt gesetzten' Kindern das, was wir so gerne als moderne Zivilisationskrankheiten bezeichnen.

 

Die gute Nachricht ist: ganz gleich ob wenig oder übergut versorgt, 'miss'braucht oder 'ge'braucht, krank oder gesund (was auch immer das heißen mag) - wir alle können im Alter immer noch etwas daran tun und so etwas wie "Heilung" erfahren; das Wundermittel dafür lautet: gesunder Lebenswandel.

 

Keine Gurus, keine Experten, keine Superfoods sind dafür von Nöten - einfach wieder lernen gesund und mit Mensch und Natur im Einklang zu leben. Der beste Lehrer dafür ist, wie schon so oft erwähnt, in uns selbst; wir müssen uns nur wieder Zeit nehmen zuzuhören um dann in die richtigen Werte und ein Umfeld investieren zu können, die einen gesunden Menschen hervorbringen und erhalten können.

 

von Christian Grotheer

 

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