Vegan in Hamburg - wie viel Klarheit ist gesund?

Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Blogs schreibe ich einen Artikel neu - es ist bei jedem Thema ein schmaler Grad zwischen den Extremen um mehr Klarheit schaffen zu können, doch manchmal übertrifft das Maß der Klarheit den Zeitgeist auf eine Weise, die nicht nötig ist...

 

Ich bewege mich viel in Kreisen von Menschen, die sich für ein "bewußteres" Leben entschieden haben, was ich selbstverständlich für gut halte, merke aber auch was Bewußtheit und Klarheit für Verantwortung mit sich bringt, die wir "Prediger" gerne mal versuchen auf andere abzumünzen. Mein Appell lautet bei all der Selbstverwirklichung, der Klarheit und dem Bewußtsein für die Dinge und darüber hinaus eines nicht zu vergessen:

 

Bodenständigkeit und Substanz

 

Ohne entsprechende Erdung, die sich ja nun maßgeblich durch Ernährung und eine achtsame Verhaltensweise im Leben allgemein entwickeln möchte, hilft uns alle Klarheit und das Bewußtsein nur wenig.

 

Gerade in Kreisen, vegetarisch und auch vegan lebender Menschen, gibt es natürlich Menschen, die diesen Gedanken bereits verstanden und verinnerlicht haben, aber viele wissen mit den positiven Eigenschaften einer Ernährungsumstellung oft noch nicht angemessen umzugehen.

 

Thema: mehr Energie und Kraft

 

Viele nicht nur vegetarisch oder vegan eingestellte Menschen vertreten die Meinung, dass ich als Mensch durch eine "bessere" Ernährung mehr Kraft, Ausdauer und Energie zur Verfügung hätte, was ich nicht prinzipiell verneinen möchte; durch ein klareres und bewussteres Körpergefühl spüre ich den Fluss an Energien unbedingt deutlicher, was die Energie aber nicht MEHR werden lässt. Mit dieser freien Entscheidungskraft, die uns eine überhaupt gesunde Ernährung gibt, geht auch die Verantwortung überein hiermit angemessen umzugehen - vor allem unseren Mitmenschen und Kindern gegenüber in Bezug auf Ressourcen.

 

Wir können alle voneinander lernen und profitieren, wenn wir uns weiterhin sinnvoll austauschen und wohlwollend und achtsam miteinander umgehen. Ich würde mittlerweile mein Leben darauf verwetten, dass kein Mensch da draußen wirklich Freude daran hat einem anderen Menschen weh zu tun und niemand gerne verletzt wird, auch wenn "Hollywood" uns oft genug versucht weiszumachen, welch Abgründe da in uns sind.

 

Wohlwollendes Verhalten und Achtsamkeit helfen nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Mitmenschen und was mir eine vegane Ernährung geschenkt hat, ist vor allem die Einsicht, dass ich noch viel zu lernen hab, was den Umgang mit mir und meiner Umwelt betrifft und je mehr Verständnis und Empathie ich dazu gewinne, desto besser lerne ich zu vermitteln zwischen meinen eigenen Bedürfnissen und denen meiner Umwelt.

 

von Christian Grotheer

 

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