Wer hat Angst vor'm schwarzen Mann?

Ein Ausflug in die Welt des Okkulten und Bösen mit Sicht auf die TCM

 

Das Okkulte, der Kampf Gut gegen Böse, ist so alt wie die Geschichte der Menschheit selbst.

 

Da auch ich als Kind unter jahrelangen, wiederkehrenden Albträumen litt und mich (zumindest des Nachts) schon früh mit Geistern und Hexen konfrontiert sah, heute jedoch dank asiatischer Mythologie, der TCM, Yin & Yang und weiteren Struktursystemen mit einem anderen Blickwinkel und Horizont das Thema beleuchten kann, waagte ich die vergangenen Wochen ein Selbstexperiment mit, aus meiner Sicht, interessanten Zwischenergebnissen.

 

Die Idee war mich primär Grusel- bzw. Horrorfilmen und -büchern unter verschiedensten Umständen und Uhrzeiten auszusetzen und die Effekte nicht nur zu beobachten sondern auch Erklärungen für mich zu finden, wobei ich mythologisch und spirituell unbedingt offen bleiben wollte. Mein persönlich verblüffenstes Erlebnis war dabei das Gefühl nicht nur von Präsenz, sondern sogar von so etwas wie einer Hand auf meiner Schulter aber dazu später mehr.

 

Meine Grundüberlegung war nicht die Existenz von Geistern oder ähnlichem zu leugnen oder zu bejahen, sondern unter dem Aspekt energetischer Arbeit zu beleuchten und zu (er-)klären.

 

Unbedingt positiv, so makaber das an dieser Stelle klingen mag (und ich bitte hierfür um Entschuldigung), war das Übernachten in Räumlichkeiten, in denen zuvor ein Mensch sich das Leben genommen hatte nach längerer Zeit der Zurückgezogenheit.

Genügend geschwächt, gerade im Wasserelement und Erdelement (siehe TCM), war ich schnell abends allein in der Stille nicht nur in der Lage die Situation dieses Menschen nachempfinden zu können; nachdem ich die Ängste und Blockaden dieser Energie gegenüber überwinden konnte, stellte sich sogar eine große empathische Traurigkeit ein, die mir zumindest ausreichend bewies, dass Energien auch nach unserem Dahinscheiden Räume und Gegenstände über eine gewisse Zeit hinweg noch "bewohnen" können.

 

Interessanterweise waren diese Energien nach ein paar Tagen verständnisvollem und liebevollem Wirtschaften und Handeln in dieser Wohnung nicht mehr so präsent.

 

Nun beschäftigen sich einige Gruselgeschichten auch mit Räumlichkeiten und Gegenständen, die satanischen und okkulten Rieten ausgesetzt waren und so nun "das Böse" in die Welt bringen sollen, bzw. dem Bösen die Oberhand verleihen wollen...

Ich denke, solch tiefgehende Energien sind tatsächlich insofern möglich, dass betroffene Gegenstände bei Menschen mit geschwächter Konstitution eine Art empathische und damit schwer abzugrenzende (Metallelement) Resonanz erzeugen können - dennoch ist es vorerst nicht mehr als ein empathisches Gefühl von z.B. Angst oder Gewalt, welches wir durch Spiegelneuronen wahrnehmen können, aber diesem Gefühl im gesunden Zustand nicht nachgehen müssen.

 

Da mich dieses Thema jedoch noch tiefergehender Interessierte und ich wissen wollte, woher diese Ängste und Albträume in meiner Kindheit kamen, wenn bei uns Zuhause solche Energien zumindest nicht äußerlich bekannt waren, musste ich noch eine Stufe tiefer gehen und beschäftigte mich mit dem Phänomen, wenn Menschen aufgrund solcher empathischen Empfindungen zu Taten schritten, was man gemeinhin als "Bessenheit" bezeichnet.

 

Die meisten Fälle von Bessenheit und dem damit einhergehenden Exorzismus lassen sich schnell und einfach in heute bekannte Kategorien von Geisteskrankheit, Epilepsie oder ähnliche Bereiche zuordnen - nichtsdestotrotz versuchte ich über Stimmungen, Ernährung und entsprechende Filme/Materialien mich dieser Form der "Energieumwandlung" näherzubringen und erlebte in Phasen großer Angst nervliche Reizzustände, die nicht nur einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließen, sondern mir in letzter Instanz, aber offensichtlich notwendig, für einen Moment das Gefühl einer Hand auf meiner rechten Schulter vermittelten, die sich jedoch neutral betrachtet weder Aggressiv noch unangenehm, sondern lediglich "kalt" anfühlte und natürlich nicht wirklich eine manifeste Hand war.

 

Ich denke zusammenfassend, dass "Bessenheit" im grösseren oder kleineren Rahmen nur möglich ist und uns zu Taten drängt, verfolgt ein Mensch in irgendeiner Weise einen extremen Lebenswandel, der ihn/sie angreifbar macht und selbst dann kann diese Bessenheit (um bei dem Begriff zu bleiben) nicht lange vorhalten, da sie einer wiederkehrenden und beständigen Stimulanz bedarf (was traurigerweise z.B. durch einen längerwehrenden, substanziellen Missbrauch in der Kindheit zustande kommen kann).

 

Bringen wir jedoch einfach mal den Mut auf uns unseren Ängsten alleine oder aber mit professioneller Hilfe zu stellen und sie wohlwollend und mitfühlend zu betrachten, dann "gehen die Geister von selbst..." und wir finden womöglich heraus, dass Seiten in uns nur vernachlässigt oder überstimuliert wurden, die dadurch eine "energetische Verformung" erlitten haben. Wir werden also im schlimmsten Fall einfach mit uns selbst konfrontiert oder entdecken, dass wir, wie in meinem Fall, in Wahrheit alte Ängste oder andere Gefühle unserer Eltern angenommen haben, die diese mit solch einer Vehemenz verleugneten, dass ich als Kind diese "ausbaden" durfte (Wasserelement) und es mich offensichtlich Jahre kostete die notwendige Kraft aufzubringen diese wieder loszulassen.

 

Familiäre Geschichte klären und verstehen ist vermutlich grundlegend ein guter Schritt dahin, Geistern nicht mehr die Macht zu geben, die sie ohnehin nie inne hatten und ein Appell meinerseits an die modernen Eltern von heute: Übernehmt bitte endlich die Verantwortung für euer Handeln und werdet euch bewußt darüber, was ihr neben Materiellem euren Kindern sonst noch so mitgebt...

 

Ich bin fest davon überzeugt, dass "das Böse" an und für sich keine Macht hat, es sei denn wir investieren auf Grund von Missverständnissen oder Missgeschick unsere eigene Energie in die "Raffinessen des Teufels", die uns mächtigere, einfachere oder schnellere Lebensmodelle vorgaukeln, so dass wir unser Selbst, unsere Substanz schwächen und beeinflussbar werden von Ideen, die unsere Gefühlswelt so lange traktieren, bis wir nachgeben und auf Angst, Wut oder andere Emotionen anfangen aufzubauen und zu "antworten" durch Handlungen und Reaktionen in einem Maße, welches den Rahmen zumindest sehr stark strapazieren mag.

 

Der Tod wird häufig charakterisiert durch eine atmosphärische, also gefühlte Kälte und gilt als rechte Hand des Teufels - auch heute noch reagieren die meisten Menschen auf emotionale und/oder räumliche Kälte mit vermehrter Aktivität um "dem Tod" mit warme Stirn zu bieten. Ich glaube der Winter, Kälte, Gevater Tod oder Väterchen Frost sind ein und dasselbe und diese sucht uns nur heim, damit wir immer wieder die Chance bekommen unsere eigene, angenommene emotinale Kälte in uns wieder abgeben und loslassen zu können; um wieder mitfühlend zu werden mit uns selbst und unserer Umwelt und jedes "Gegenangehen" ist ein Festhalten an Kälte, an Furcht, an Ängsten und vielfach an Materie, die wir auf diese Emotionen aufgebaut haben, im guten Glauben daran, damit das Böse bekämpfen, wenn nicht sogar besiegen zu können... ?

 

Ich danke für's Lesen und teilnehmen.

 

Christian Grotheer

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jan W. (Mittwoch, 10 Februar 2016 13:20)

    Großartig! Endlich mal ein Versuch der Erklärung, der nicht mehr darauf hinauszielt, wer der bessere von beiden ist: Gott oder der Teufel. Ein rationaler Einblick in die Welt der Polaritäten und Gefühle, vielen Dank dafür.