Essen und Gefühle

Es gibt Studien, die heutzutage eine Verknüpfung sehen, gemäß dem altbekannten Spruch: Du bist, was du isst.

 

Die Art uns zu ernähren fördert laut dieser Aussagen betimmte Stimmungs-, Ausdrucks- und Gefühlszustände, was vielen von uns nichts neues sein dürfte, da der Effekt von Schokolade und anderen Genußmitteln nicht erst nachgewiesen werden muss.

 

Nun behaupten einige aber auch, dass das System auch andersherum funktioniert. Setzen wir uns also z.B. bestimmten Gefühlen wiederkehrend durch unser Umfeld aus, wächst unter Umständen das Bedürfnis nach entsprechender Ernährung um diese Impulse entsprechend aufnehmen und nachvollziehen zu können - man nennt diesen Effekt auch empathisches Essverhalten.

 

Hiernach ergeben sich z.B. Tendenzen wie Fleischhunger und Alkoholbedürfnis bei ständigem Ausgesetztsein von Aggressionen, Hunger auf Schokolade oder Kaffee bei Herz belastenden Themen, salzige Vorlieben bei Konfrontation mit Ängsten und Sorgen, Nikotinbedürfnis bei Druck im Job oder im Privaten usw.

 

Natürlich darf man solche Aussagen nicht verallgemeinern und wo es ein "empathisches Essverhalten" gibt, gibt es z.B. auch ein "intuitives Essverhalten", welches als eher abwehrendes Essverhalten bezeichnet wird - diese Menschen richten sich mit ihrem Essverhalten genau den inneren Bedürfnissen entgegengesetzt, essen also unterbewusst genau die Dinge, nach denen ihnen verlangt, eben extra nicht.

 

Wie auch immer die Fakten und Erkenntnisse geartet sein mögen, denken ich, dass ein Nachdenken über diese Zusammenhänge nicht schadhaft sein kann und der übermäßige Genuss von Fleisch, Alkohol, Süßem, Nikotin oder anderen schwerer verdaubaren Dingen (ich weiß, Nikotin sollte man ohnehin nicht essen), wir auch durch gewohnheitsmäßigen Konsum nicht besser oder leichter verträglich.

 

Ein kleiner Anreiz zum nachdenken.

 

von Christian Grotheer

 

Hier geht es zur Gesamtübersicht meiner Blog-Artikel.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0