Tinitus - eine neue These für mehr Verständnis

Aus Sicht der TCM und damit auch aus Sicht von Shiatsu stehen Phänomene, welche mit dem Ohr, bzw. dem Gehör zusammenhängen, in Verbindung mit dem Wasserelement (Niere & Blase).

 

Wenn wir nun von reinen Spannungsthematiken im muskulär reflektorischen Bereich von Niere und Blase ausgehen und behaupten (und hier kommt die These ins Spiel), dass bei einer bestimmten Spannungsintensität gesehen auf den Moment ein "Niveau" erreicht wird, welches uns Zugang zu einer anderen Hörfrequenz verschafft, dann entstehen die Geräusche, die man unter einem Tinitus beschreibt, nicht primär durch die Belastung (welche natürlich dennoch ihren Anteil beiträgt), nein, sie sind und waren schon immer da!

 

Wir erreichen durch ein bestimmtes Spannungsniveau, in einen definierten Zeitrahmen gesetzt, einfach nur ein anderes Hörspektrum. Finden wir folgerichtig aus diesem Spannungsniveau wieder heraus indem wir die dazu führenden Faktoren verstehen und ihnen zumindest andersartig begegnen, bzw. bestenfalls uns eine Pause von ihnen gönnen, kann sich das System wieder neu kalibrieren und das Hörspektrum müsste sich wieder verändern.

 

Ich mutmaße, dass die meisten Menschen sich deshalb nicht vorstellen können, dass ein Tinitus wieder verschwindet, weil sie sich A: an das Hörspektrum gewöhnt haben und/oder B: sich zu wenig Zeit für die ursächlichen Faktoren lassen, die das Spannungsniveau so maßgeblich verändert haben. In der Schlußfolge ist es natürlich leichter zu sagen, dass ein Tinitus, besonders nach einer gewissen Zeit, nicht mehr "heilbar" ist, als dass man beginnt über den grundsätzlichen Umgang mit sich selbst nachzudenken und offen für eine "Neukalibierung" zu sein.

 

Diese Neukalibrierung wäre ein Prozess wie jeder andere - und jeder Prozess bringt Arbeit und Zeitaufwand mit sich; Kraft(Arbeit) und Zeit, die die meisten von uns nicht bereit und vielleicht auch manchmal nur schwer in der Lage sind zu erbringen.

Interessanterweise hat aber jeder von uns ein Leben lang Zeit sich in diese evtl. "Misere" durch entsprechende Anstrengung zu bringen - aus meiner Sicht ein Paradoxum, aber wie heißt es noch so schön:

 

"Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach ,als ein Wald, der wächst..." ..und an Krach haben sich die meisten von uns ja schon gewöhnt ;)

 

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