Gott und die magische Zahl drei

Wenn gläubigen Menschen das Herz schwer wird, wenden sie sich gerne an Gott. Nichtgläubige Menschen sind da vermutlich pragmatischer und wenden sich eher an ihre Umwelt oder nehmen ein Antidepressivum, damit es nicht mehr so 'drückt'...

 

Ich habe keine Tabletten im Haus außer drei alte Gläschen Schüsslersalze. Ich denke oft an Gott und die sogenannte Dreifaltigkeit und was sie bedeuten soll?

 

Die Dreifaltigkeit besteht aus Vater, Sohn und Heiliger Geist und bildet die Grundlage des christlichen Glaubens an Gott. Eigentlich ein ganz passendes Thema, wo der Papst wieder im Mittelpunkt der Medien steht.

 

Ich habe ein ganz persönliches Bild von der Einheit Gottes. Ich sehe Gott wirklich als die Einheit der drei Grundbausteine, wobei ich die drei näher aufschlüsseln und in Beziehung zur TCM bringen möchte. Fangen wir außen an:

 

Der Vater – ist für mich unsere erwachsene Hülle unser Schein nach außen, den wir nutzen können nach bestem Wissen und Gewissen und der uns auch Halt und (dem inneren Kind) Schutz gibt, unserer Außenhaut.

 

Der Sohn – ist für mich das innere Kind, die Grundbedürfnisse in uns, unsere allzu oft verletzliche Seite, die immer mal wieder bis nach außen scheint durch unsere daraus erwachsene Hülle hindurch und vielen Menschen Freude bereiten kann, sieht man sie strahlen aber auch Leid und Sorge erzeugt, ist sie unglücklich.

 

Der Heilige Geist – ist und war den meisten Menschen bis heute ein Mysterium, welches ich nun riskiere durch meine Vorstellung zu etwas Begreiflichen zu machen. In den uralten Schriften der TCM, bzw. müsste man hier eigentlich noch tiefer in taoistische Grundgedanken gehen, findet man die Idee davon, dass Materie nur existieren kann als eine gespaltete Form der Energie, also in zwei Pole getrennt. Man könnte also sagen Materie ist Polarität. Wissenschaftlich ausgedrückt besteht sie aus innerem Kern (Sohn) und äußerem Mantel (Vater) und dem, was die beiden zusammenhält: pure Energie. Hier wird es knifflig, denn pure Energie (Chi) ist quasi freier Raum. Es ist Nichts; ein unsichtbarer nicht greifbarer Faden, der Yin (Sohn) und Yang (Vater) zusammenhält. Wissenschaftler haben in diesem Nichts eine Zeit lang versucht die Existenz Gottes nachzuweisen, was sich jeder alte Chinese schon im Grundgedanken gespart hätte, denn wo nichts ist, kann man auch Nichts finden und doch funktioniert die Einheit nicht ohne das Nichts oder auch 'Heiliger Geist' genannt. Der Heilige Geist ist nicht Gott. Gott ist nach christlichem Glauben die Gesamtheit, die Einheit allen Lebens, warum man Gott ohnehin vergebens im Heiligen Geist gesucht hätte.

 

Die Dreifaltigkeit ist so gesehen die Grundlage eines jeden Lebens auf Erden und im Grunde könnte man sagen ist Gott das, was die Lebewesen aus sich selbst machen; wir selbst erschaffen Gott.

 

Die Zahl Drei findet sich, nur um es kurz erwähnt zu haben, auch in vielen anderen Religionen und Glaubenssätzen wieder (man nehme nur als Beispiel das Pranayama, die Atmung aus dem Yoga).

 

Wie wir mit uns umgehen, gehen wir auch mit anderen um. Im Talmund steht:

 

„Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind,

wir sehen die Dinge so, wie wir sind.“

 

Diese Worte mögen vielleicht keinen Trost spenden, wenn uns das Herz schwer ist, sie helfen uns aber vielleicht im Nachklang einiges besser zu verstehen... bei Zeiten.

 

Copyright, Christian Grotheer, 2013

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Green (Dienstag, 09 Februar 2016 23:41)

    Wir sind heute das was wir gestern von uns geglaubt haben, und werden morgen das sein was wir gerade jetzt von uns glauben. Also warum stellen wir uns nicht auf die Seite von Gott und glauben an das gute in den Dingen.