Die Elemente und Kommunikation

Wer die Elemente aus der Arbeit mit Shiatsu, Akupunktur oder anderen asiatischen Methoden her kennt, weiß um ihre klassische Darstellung und Sichtweise; fünf Elemente gleichberechtigt angeordnet in einem Kreis, oftmals mit dem Zeichen von yin und yang als Zentrum...

 

Ich bin ein großer Freund bildlicher Darstellung um Systeme und Konzepte greifbarer und deutlicher zu machen und schließlich ist jede Darstellung ja auch etwas, worüber man effektiv sprechen und diskutieren kann.

 

Aus eben diesem letzten Grund stelle ich hier nun meine ganz persönliche, leichte Abwandlung des bekannten Systems dar und freue mich auf rege Stellungnahme.

 

Zur Erklärung:

Das „System der Kommunikationsebenen“ soll die Elemente in einem deutlicheren Zusammenhang bringen zu den vier kommunikationspsychologischen Ebenen, wie wir sie zum Beispiel von Schulz von Thun kennen. Das Schichten- oder auch Zwiebelsystem empfand ich hierfür als das immer noch passendste, wobei deutlich gesagt werden muss, dass der Freie Raum natürlich nicht nur zentriert im System vorkommt, was ich an der „Darstellung des Krieger“ noch einmal klarer aufzeigen möchte, und dieser tatsächlich ein sechstes Element symbolisiert.

 

Das Metallelement wird in dieser Grafik als eine Art Gitternetz verdeutlicht und damit natürlich gegenüber den anderen Elementen hervorgehoben, was ursprünglich nicht meine Absicht war, eine Dreidimensionalität war bildlich für mich allerdings schwer anders darzustellen. Es zeigt so klarer seine unabhängige Funktion gegenüber den andere „Paarungen“, welche ich auch gerne in meiner Arbeit so betrachte – Team Erde/Holz und Team Wasser/Feuer - verbunden durch mögliche Ideen und Muster aber auch durch Missverständnisse und Verletzungen.

 

Was die Bereiche der Elemente allgemein anbelangt, wie sie in unseren Körpern angeordnet sind, bzw. vorkommen, habe ich das Bild von einer Art Zwischenraum, zwischen dem Inneren Kind und der daraus erwachsenden äußeren Form vor Augen. Der Zwischenraum wird mehr oder weniger ausgekleidet und verknüpft durch die Elemente. Die Energie erhält bei „Passieren“ eines Bereiches einen entsprechenden Klang durch die „Auskleidung“, welcher sich für ein Gegenüber eher „unstimmig“ (Missklang) oder „stimmig“ (Wohlklang) anhören kann, je nach eigenem „Empfinden“ und der Fähigkeit zur Klangwahrnehmung.

Der kleine und der große Krieger sollen hier auch den Vergleich von eher komprimiertem Zustand Jitsu oder Yang und dem eher weiteren und flüchtigeren Zustand von Kyo oder Yin darstellen – Sein und Schein.

 

Beim „Krieger“ zeigen die weißen Punkte die freien Räume, die in, zwischen und überall vorhanden und möglich sind, wo sich Energie und Materie verknüpfen und bedingen.

 

Freier Raum – freie Meridiane! Meridiane sind für mich Räume, in denen Energie fließen kann und muss und die je nach Auskleidung mehr von diesem oder von jenem Element enthalten. Der freie Raum, die „Gestaltlosigkeit“ stellt eine enorm wichtige Verbindung dar zwischen den übrigen Meridianen und Qualitäten und ich sehe den prefrontalen Kortex des menschlichen Gehirns als einen „einseitigen“ Zugang in eine „vielseitige“ Welt an, aber damit verrate ich eigentlich schon zuviel...

 

Der fließende Übergang von Energie zu Materie und damit zur Polarität - denn Existenz ist Polarität – beginnt, wie vielen vielleicht bekannt ist, in der Flüchtigkeit reiner, natürlicher Energie und geht über Gedanken und Emotionen immer weiter, Stück für Stück stofflicher, körperlicher und greifbarer.

 

Ich freue mich auf anregenden Austausch, welchen diese, meine Darstellungen vielleicht bei dem einen oder anderen hervorruft und wünsche allen Schülern und Schülerinnen ein gesundes und neugieriges Weiterkommen, Schritt für Schritt, auf ihrem Weg. 

 

Copyright, Christian Grotheer, 2013

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Udo (Mittwoch, 13 Februar 2013 19:44)

    Sehr interessante Denkweise! Danke für den Einblick!

  • #2

    Ralf (Freitag, 01 April 2016 18:38)

    Ich kann deinen Gedanken noch nicht in der Gänze folgen und bin kein Experte in Sachen chinesische Elemente, frage mich aber gerade, wo das Element Luft in dieser Darstellung ist, oder gibt es ein solches gar nicht in diesen Kreisen?

    Beste Grüße aus dem Süden Deutschlands,

    Ralf ***

  • #3

    Antwort C.G. (Freitag, 01 Juli 2016 15:50)

    Lieber Ralf,

    das ist genau die richtige Frage, damit das Bild rund wird :) viel Freude weiterhin beim Entdecken.